Warum die UL-Lizenz und nicht gleich PPL oder LAPL?

  • Niedrigere Kosten im Vergleich zu E-registrierten LFZ machen Ultraleichtflug attraktiver
  • Moderne ULs haben oftmals bessere Flugleistungen und Reichweite als viele etablierte E-Klasse-Flugzeuge (z.B. Cessna 152)
  • Viele ULs haben ein höheres Leistungsgewicht und niedrigere Überziehgeschwindigkeit und bieten dadurch mehr Sicherheit
  • Größere Sicherheit durch das standardmäßig eingebaute Gesamtrettungssystem (Fallschirm)
  • Leichteres Handling des Flugzeugs am Boden beim Abstellen, Tanken, Einhallen
  • Mehr Flugplätze, auch mit kürzeren Pisten, anfliegbar
  • Die deutsche UL-Lizenz wird im europäischen Ausland anerkannt
  • Bequeme Zuladung bei modernen 600kg ULs für Passagiere, Treibstoff und Gepäck
  • Ausbildungsniveau in Theorie und Praxis absolut gleichwertig

Für wen lohnt sich PPL oder LAPL?

  • Wer jetzt schon weiß, dass er 4-sitzig fliegen will (UL nur max. 2-sitzig)
  • Wer mit seiner Lizenz auch im Nicht-europäischen Ausland (z.B. USA) fliegen möchte (deutsche PPL-Lizenz wird in einigen Ländern trotzdem nicht anerkannt)
  • Wer beabsichtigt, die Instrumentenflug-, Nachtflug- oder Kunstflugberechtigung zu erwerben. Aber Vorsicht: Auch mit Instrumentenflugberechtigung (IFR) kann man bei Nicht-Sichtflugbedingungen (IMC) auch nicht überall starten und landen!

Welche Voraussetzungen gibt es für den Flugschein?

Die gesetzlichen Regelungen schreiben ein Mindestalter von 16 Jahren für den Beginn der Ausbildung vor (Scheinerhalt frühestens mit 18 Jahren), und man muss deutscher Staatsbürger sein.

Die körperlichen Anforderungen sind moderat, die Flugtauglichkeit muss von einem Fliegerarzt bescheinigt werden. Das Körpergewicht sollte 90kg nicht übersteigen, damit wir „ultraleicht“ bleiben ; )

Welche Anforderungen gibt es noch?

Das Führen eines Flugzeuges erfordert Gewissenhaftigkeit, eine hohe mentale Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit und Fähigkeit zur Stressbewältigung. Diszipliniertes und selbstkritisches sowie partnerschaftliches Verhalten sind Voraussetzung für die Teilnahme am Luftverkehr. Räumliches Vorstellungsvermögen sollte vorhanden sein, es wird aber auch während der Ausbildung noch trainiert.

Soll ich die Ausbildung in einer Flugschule oder einem Verein machen?

Beides sind probate Wege, über die Qualität der Ausbildung sagt das jedoch noch nichts. Vereinfacht gesagt liegt der Unterschied hauptsächlich im zeitlichen und finanziellen Aufwand für die Ausbildung: Während in einem Verein der zeitliche Aufwand höher ist, fällt der finanzielle Aufwand geringer aus. In einer Flugschule ist es genau umgekehrt. Da in einem Verein neben dem Fliegen auch die aktive Teilnahme am Vereinsleben mit Geselligkeit und Arbeitsdiensten verlangt wird, beschränkt sich bei einer Flugschule der Zeitaufwand lediglich auf die Ausbildungsstunden. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie bei einer Fahrschule für den Führerschein. Wer also neben Familie und Beruf nur begrenzte zeitliche Freiräume für die Ausbildung erübrigen kann, ist bei uns besser aufgehoben.

Wie ist bei euch der Ablauf der Ausbildung?

Bevor du dich bei uns anmeldest empfehlen wir einen Schnupperflug mit uns zu machen, und in einem Gespräch evtl. weitere Fragen zu klären. Wenn für dich dann alles klar ist, kannst du beim Fliegerarzt einen Termin für die Tauglichkeitsuntersuchung vereinbaren. Mit dem „Medical“ (Tauglichkeitszeugnis) kann die Ausbildung beginnen, dazu müssen wir dich beim Luftsportverband als Flugschüler melden. Danach vereinbarst du mit deinem Fluglehrer individuelle Termine für die Flugstunden. Im Laufe der Ausbildung findet parallel der Theoriekurs statt.

Wieviel Zeit muss ich mitbringen?

Um einen nachhaltigen Lerneffekt zu erzielen, sollten pro Woche mindestens zwei Stunden zur Verfügung stehen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Dauer der Ausbildung richtet sich nach Trainingsdichte und deinem persönlichen Lernfortschritt und ist damit von der Anzahl der erforderlichen Schulungsstunden bis zur Prüfungsreife abhängig. Vorgeschrieben sind mindestens 30 Flugstunden, davon 5 Stunden im Alleinflug. Der durchschnittliche Schüler kann bei wöchentlichem Training während des zweiten Ausbildungsjahres die Prüfung antreten. Im Mittelpunkt steht für uns immer eine solide Ausbildung!

Was kostet der Flugschein?

Schwer zu sagen… Die Kosten für den Flugschein setzen sich zusammen aus Flugstunden, Theorieunterricht, Landegebühren, Unterrrichtsmaterial sowie Bearbeitungs- und Prüfungsgebühren. Somit hängen sie von der Anzahl der erforderlichen Schulungsstunden und Landungen bis zur Prüfungsreife ab und variieren von Flugschüler zu Flugschüler. Für die Anfängerausbildung entstehen im allgemeinen Kosten ab ca. 7.000 €.

Ist es erforderlich oder hilfreich, zu Hause am PC mit einem „Flugsimulator“ zu üben?

Nein. Das Fliegen am Flugsimulator am PC hat mit dem realen Fliegen recht wenig zu tun. Das wirst du bei deinem ersten Flug feststellen.