Ausbildung

Fliegen lernen kann jeder …

  • … der fliegen lernen will – Für die Ausbildung sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich! Auch wenn die Ausbildung sowohl praktisch als auch theoretisch anspruchsvoll ist, muss man kein Überflieger sein – mit der nötigen Motivation ist es für jeden machbar!
  • … der körperlich fit ist – Normale körperliche Konstitution und ein disziplineirter Lebensstil sind ausreichend und gleichzeitig Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung.
  • … der Zeit zum Fliegen hat – Während der Ausbildung sollten pro Woche mindestens zwei Stunden zum Fliegen und Theorie-Lernen übrig sein. Wer mehr fliegen will, kann natürlich auch mehr. Pflichtstunden wie im Verein gibt es nicht 🙂
  • … der etwas finanziellen Spielraum hat – aber man muss kein Millionär sein 🙂
  • … der mindestens 16 Jahre alt ist – Beginn der Ausbildung ab 16 Jahren, Scheinerhalt ab 18.

Fliegen soll Spaß machen, jedoch steht die Sicherheit immer an oberster Stelle. Daher erfolgt die Ausbildung durch unsere erfahrenen Fluglehrer auf professionellem Niveau. Zur praktischen Ausbildung gehören mindestens 30 Flugstunden, in denen nicht nur Starten und Landen geübt wird, sondern auch zu navigieren („Von oben sieht alles gleich aus“), das Wettergeschehen in die Flugplanung mit einzubeziehen oder auch sich selbst und sein Können richtig einzuschätzen. Wie in der professionellen Fliegerei werden auch Notverfahren geübt – für den Fall der Fälle…

Für Passagierflüge muss nach Scheinerhalt die „Passagierberechtigung“ erworben werden. Vor Beginn der Ausbildung muss der angehende Pilot zu einem Gesundheits-Check bei einem Fliegerarzt.

Theorieausbildung

Der Theorieunterricht umfasst 60 Std. à 45 Min. gemäß DULV-Ausbildungshandbuch in den Fächern

  • Luftrecht (u. a. Gliederung der Lufträume, Luftverkehrsrecht)
  • Meteorologie (Einbeziehung des Wettergeschehens in die Flugplanung)
  • Technik (Aerodynamik, Steuerung, Triebwerk, Instrumente)
  • Navigation (Kursberechnung unter Windeinfluss, Streckenplanung, Koppelnavigation)
  • Flugfunk (Funkkommunikation mit Fluginformationsdienst und Tower)
  • Menschliches Leistungsvermögen (Die eigenen physischen und psychischen Grenzen kennen!)
  • Verhalten in besonderen Fällen (Beherrschung atypischer Flugsituationen)
  • Pyrotechnik (Umgang mit dem Gesamtrettungssystem)

Ziel ist das Vermitteln des gesamten, für die Planung und Durchführung von Flügen relevanten theoretischen Wissens. Im Vordergrund steht dabei ein umfassendes Verständnis für die Zusammenhänge der Vorgänge beim Fliegen.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst mindestens 30 Flugstunden à 60 Minuten, davon min. fünf Stunden im Alleinflug. Ziel ist die sichere Handhabung des UL-Flugzeugs in jeder Betriebsphase. Wichtiger Bestandteil ist das Koppeln von theoretischem Wissen mit den praktischen Vorgängen während des Fluges. Der Schüler soll außerdem die Grenzen seiner eigenen Leistungsfähigkeit und seines Könnens einzuschätzen lernen. Die praktische Ausbildung unterteilt sich in drei Phasen:

Grundausbildung

  • Vorflugchecks, Anlassen, Rollen
  • Start, Platzrunde, Landung (Touch & Go)
  • Horizontal-, Kurven-, Steig- und Sinkflug
  • Koordinierte Verwendung der Ruder im Zusammenspiel mit der Triebwerksleistung

Streckenflugausbildung

  • Planung und Durchführung von Überlandflügen mit und ohne Lehrer
  • Berücksichtigung des Wetters
  • Beachtung der Luftraumstrukturen
  • Koppelnavigation

Sicherheitsausbildung

  • Notlandeübungen mit simuliertem Triebwerksausfall
  • Fliegen bei anspruchsvollen Wetterbedingungen (Seitenwindlandungen)
  • Ausleiten von überzogenen Flugzuständen

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